Jan 012011
 

Derzeit wird viel über eine neue Bauausstellung für Berlin und mögliche Themen spekuliert. In Zusammenarbeit mit Harald Bodenschatz, TU Berlin/Planungsbüro Gruppe DASS und dem Büro für Städtebau Machleidt + Partner entstand der Vorschlag für eine mögliche neue Bauausstellung für Berlin: Radikal Radial!, welcher am 20.10.2010, 19:30 Uhr in der Urania vorgestellt wurde.

Eine neue internationale Bauausstellung für Berlin?

In Berlin wird darüber nachgedacht, für das Jahr 2020 eine Internationale Bauausstellung (IBA) vorzubereiten. Verschiedene Konzeptentwürfe wurden vorgelegt, von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und von den Grünen. Diese Vorschläge sollen nicht in Frage gestellt werden. Die Grundsatzfrage, ob Berlin eine neue IBA braucht, und wenn ja, welche IBA, ist allerdings bislang in der Öffentlichkeit nicht ausreichend diskutiert worden. Für eine solche Diskussion braucht es Alternativen.

Im Folgenden wird ein weiterer Vorschlag präsentiert. Eine Idee, die eine andere Dimension aufruft. Erstmals seit 1910 sollte wieder ein Thema von regionaler Dimension angepackt werden, ein Thema, das die vielfachen Spaltungen zwischen Innenstadt und Außenstadt, vielleicht sogar zwischen Berlin und Brandenburg aufgreift und versucht zu lösen.

Berlin möchte gerne Metropolregion sein, denkt aber nicht im Format einer Metropolregion. Berlin möchte gerne sozial und ökologisch nachhaltig sein, denkt aber nur in kleinen Einheiten, in isolierten Projekten, in einzelnen Kiezen. Die Frage muss daher lauten: Welche strukturellen Herausforderungen beziehen sich nicht nur auf ein Quartier, auf einen Teil der Stadt?

Die Radialen bilden das stadtregionale Ordnungsprinzip. An ihnen bündeln sich Themen der Zeit wie Klimawandel, demografischer Wandel, soziale Stadt, Bildung, Arbeit usw., hier lassen sich auch modellhafte Projekte für den Umgang mit diesen Themen entwickeln. Unsere Antwort heißt daher: die Wiederbelebung von Hauptstraßen, Ausfallstraßen, Radialstraßen oder Radikal Radial!