Dez 192013
 
Radialer Städtebau. Abschied von der autogerechten Stadtregion. (c) DOM publishers

Radialer Städtebau. Abschied von der autogerechten Stadtregion.
(c) DOM publishers

Abschied von der autogerechten Stadtregion

Radialstraßen machen die Großstadt erst zur Großstadt. Sie durchqueren die gesamte Stadtregion – vom Zentrum über die Innenstadt, die innere Peripherie bis in den suburbanen Raum. Sie sind eine einzigartige Bühne großstädtischen Lebens, sie vermitteln Nutzungsvielfalt, Austausch, Begegnung, Mobilität. Für Bewohner wie Besucher prägen sie das Bild einer Großstadt.

Die Radialstraßen entstanden zusammen mit der Großstadtr in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, noch vor der Ankunft des Automobils. Vor allem im dritten Viertel des 20. Jahrhunderts wurden sie durch das Automobil entwertet. Heute stehen wir am Beginn einer Renaissance der Radialstraßen: Eine neue Mobilität und ein neues Verhältnis zum öffentlichen Raum werden diese Straßen nachhaltig verändern.

Das Buch plädiert für einen Radialen Städtebau, für eine (Re-)Urbanisierung der großen Radialstraßen, für einen Abschied von der autogerechten Stadtregion und nimmt dafür Berliner Radialstraßen, sowie internationale Städte in den Blick.

Radialer Städtebau
Abschied von der autogerechten Stadtregion

Harald Bodenschatz, Aljoscha Hofmann, Cordelia Polinna (Hg.)
erschienen bei DOM publishers, 208 Seiten, Oktober 2013
ISBN-13: 978-3869223230

Radialer Städtebau (Amazon)

Dez 152013
 
Nachdenken über Städtebau. (c) DOM publishers

Zwölf Beiträge zum Städtebau
(c) DOM publishers

Bausteine für eine Interpretation im 21. Jahrhundert

Stadtentwicklung heute steht angesichts einer Vielzahl von Einflüssen wie Globalisierung, Klimawandel und demografischem Wandel, der Knappheit fossiler Ressourcen und der Energiewende vor einer Vielzahl sozialer und ökologischer Herausforderungen. Diese können nur mithilfe von Konzepten bewältigt werden, die stadtplanerische, sozialwissenschaftliche und gestalterische Aspekte gleichermaßen integrieren. Im vorliegenden Buch gehen zwölf Experten der Frage nach, welchen Beitrag die in Deutschland noch relativ junge Disziplin Urban Design dazu leisten kann.

Nachdenken über Städtebau. Bausteine für eine Interpretation im 21. Jahrhundert
Wüstenrot Stiftung (Hg.)
Aljoscha Hofmann, Frank Roost, Barbara Schönig (Konzept und Redaktion)
erschienen bei DOM publishers, 212 Seiten, Oktober 2013
ISBN-10: 3869222905
ISBN-13: 978-3869222905

Nachdenken über Städtebau (Amazon)

Dez 122012
 

Jana Richter: DIE WECHSELWIRKUNGEN ZWISCHEN TOURISMUS UND URBANEM RAUM Funktionsprinzipien am Beispiel der räumlichen Entwicklung und der gegenwärtigen Ausprägung der Touristenmetropole Berlin. ibedim Verlag. Berlin, 2012. ISBN: 978-3838203270

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(c) Ibidem Verlag

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DIE WECHSELWIRKUNGEN ZWISCHEN TOURISMUS UND URBANEM RAUM

Funktionsprinzipien am Beispiel der räumlichen Entwicklung und der gegenwärtigen Ausprägung der Touristenmetropole Berlin

Tourismus verändert die gebaute Welt, in der wir leben. In besonderem Maße gilt dies für den Städtetourismus. Doch dieser Einfluss ist aus Sicht der Architektur und des Städtebaus bislang kaum ansatzweise erforscht. Für Architekten und Planer ist Tourismus zudem ein eher unbeliebtes Aufgabengebiet. Sie assoziieren Tourismus mit Disneyfizierung und Kommerzialisierung und beschränken sich gern auf den Bau von Landmarks, Hotelresorts und Besucherleitsystemen.
Die vorliegende Studie füllt die vorhandene Forschungslücke und etabliert so Tourismus als stadtplanerische Chance. Sie untersucht die Wechselwirkungen zwischen touristischen und urbanen Raumfunktionen. Am Beispiel Berlins wird nicht nur die steigende Bedeutung des Städtetourismus sichtbar, sondern auch dessen einseitige Wahrnehmung als Wirtschaftsfaktor.

Demgegenüber zeigt eine geschichtliche Analyse die komplexen Entwicklungslinien von Tourismus- und Stadtentwicklung. Diese stellt Berlin nicht nur als Einzelfall dar, sondern macht auch den Einfluss von globalen technischen, zivilisatorischen und kulturellen Entwicklung auf den Städtetourismus vor Ort deutlich. Jana Richter stellt eine umfassende theoretische Matrix bereit, anhand derer die Schnittmenge von Tourismusentwicklung und Stadtplanung greifbar wird. Sie grenzt 26 raumbildende Funktionsprinzipien ab, die in einer Synthese von Tourismusforschung und konkreten Untersuchungsbeispielen – vor allem aus der jüngsten Entwicklung in Berlin – auf überregionale Allgemeingültigkeit zielen. So trägt sie dazu bei, ein bislang kaum genutztes Potential für die Stadtentwicklung fruchtbar zu machen.
Weitere Information zum Thema:

 

THE INTERACTION OF TOURISM AND URBAN SPACE

“Functional Principles” between Tourism and Urban Space – the Spatial Development of Tourism in the Tourist City Berlin

Tourism alters the built world that we live in. This is particularly the case for urban tourism. Yet, the influence of tourism on architecture and urban design has hardly been explored. For architects and planners tourism is an unpopular assignment. They associate tourism with Disneyfication and commercialization while confining their work to the design of landmarks, hotel resorts and route systems.
This study fills the research gap and establishes tourism as a catalyst for urban planning. It analyzes the interactions between tourist and urban functions in the context of the tourist city Berlin. The point of departure is the classification of urban approaches in the spatial sciences, especially in the social and cultural science fields. The Berlin case not only shows the growing impact of urban tourism, but also its one-sided perception as an economic factor.
Additionally, a historic analysis displays the complex development of tourism and urban development. Rather than portray Berlin as an isolated case, it demonstrates the influence of global, technical, anthropogenic and cultural influences on urban tourism in Berlin. On the basis of four spatially based phenomena („visually designed spaces“, „instrumentality of information“, „consumption of goods and services“ and „permanent movement“) a broad theoretical matrix is developed. With this matrix the subset of tourism and urban development is made tangible. 26 principles of spatial functions are defined that aim for interregional universality with the help of practical analysis objects. In doing so, this publication contributes critical insights into how to harvest the long neglected potential of tourism for urban development.
Nov 042012
 

7thesen_ibaAm 7. November 2012 steht das Thema IBA 2020 auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. Dieses Thema ist von außerordentlicher stadtentwicklungspolitischer Bedeutung, es betrifft nicht nur eine Fachverwaltung, sondern das gesamte politische Spektrum der Stadt, aber auch zivilgesellschaftliche Initiativen. Daher möchten wir sieben kritisch-konstruktive Thesen zu diesem Thema beitragen.

Think IBA: Sieben kritisch-konstruktive Thesen zu einer IBA in Berlin

Thesen als PDF herunterladen

These 1

Die Messlatte für eine neue IBA liegt hoch: Berlin ist die Welthauptstadt der Bauausstellungen.
Nirgendwo sonst wurden so viele Bauausstellungen mit Erfolg durchgeführt wie in Berlin: Allgemeine Städtebau-Ausstellung 1910, Deutsche Bauausstellung 1931 (trotz des Namens war das eine internationale Ausstellung), die Interbau 1957 und die IBA 1984/87. Fünf Ausstellungen also, denn es gab schon vor West-Berliner Zeiten zwei wichtige Events. Diese Tradition setzt nolens volens Maßstäbe. Eine neue IBA verpflichtet!

These 2

Die neue Wohnungsfrage lässt sich nicht hauptsächlich durch Wohnungsneubau, nicht auf dem Feld der Architektur und des Städtebaus, also auf dem Feld einer IBA lösen.
Eine IBA ist ein besonderes Instrument der Stadtplanung, ein „Ausnahmezustand auf Zeit“ (Werner Durth), der es ermöglicht, neue Wege von Städtebau und Architektur im Experiment zu konkretisieren und auszutesten. Um einen solchen Ausnahmezustand auf Zeit zu rechtfertigen, bedarf es eines IBA-Themas, das zeitgemäß und drängend, aber auch international von Bedeutung ist. Wenn ein Thema nicht den hohen Ansprüchen genügt, besteht die Gefahr, dass das Instrument IBA abstumpft. Gerade hier muss Berlin als „Welthauptstadt der Bauausstellungen“ mit gutem Beispiel vorangehen und erneut Maßstäbe setzen.

Das Thema „Wohnen“ ist ein gerade für Berlin zentrales gesellschaftspolitisches Thema, das in den letzten Legislaturperioden nicht immer die nötige Aufmerksamkeit erfuhr. Es ist sehr zu begrüßen, dass die neue Regierung dieses Thema mit besonderem Engagement angehen will. Ist es aber auch ein Thema einer IBA? Bereits in den Bauausstellungen 1931, 1957 und 1987 stand der Wohnungsbau im Zentrum. Dabei ging es aber jeweils um komplexe, gesamtstädtisch begründete Perspektiven, die weit über das Wohnen hinauswiesen. Beispielsweise 1957 um die aufgelöste und gegliederte Stadt der Moderne als Gegenmodell zur Stadt der „Mietskasernen“ und 1984/87 um die Wiederentdeckung der Innenstadt, der „Mietskasernenstadt“, als Wohnort. Allerdings gelang es in keinem Fall, billigen Wohnraum langfristig zu sichern. Der sich abzeichnenden neuen Wohnungsfrage kann nicht hauptsächlich mit Wohnungsneubau begegnet werden. Die Herausforderungen liegen hier nicht auf dem Feld der Architektur und des Städtebaus, also auf dem Feld einer IBA, wenngleich der Aspekt Wohnen bei einer IBA natürlich nicht ausgeklammert werden soll. Wir vermissen bislang eine zielgerichtete öffentliche Debatte zur thematischen Botschaft einer neuen IBA.

These 3

Eine IBA muss auf der Höhe der nationalen und internationalen Diskussion sein.
Eine IBA findet niemals in einem isolierten Raum statt, heute weniger denn je. Der Blick auf die europäische wie nationale Ebene ist unverzichtbar. Die durch die Minister für Stadtentwicklung der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union 2010 unterzeichnete, für Europa zentrale Erklärung von Toledo sprach sich mit Blick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung ausdrücklich für eine aktive, sektorale Politiken überwindende, integrierte Stadtpolitik aus. Das am 12. Oktober 2012 anlässlich der durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung veranstalteten Konferenz „Städtische Energien/Urban Energies“ verabschiedete Memorandum „STÄDTISCHE ENERGIEN – Zukunftsaufgaben der Städte“ benannte folgende nicht isoliert, sondern integriert zu bewältigende Schlüsselaufgaben nachhaltiger Stadtentwicklung: (1.) den behutsamen ökologischen Umbau von Quartieren, (2.) die technologische Erneuerung der stadttechnischen Infrastrukturen, (3.) die Entwicklung einer neuen Mobilität und (4.) die gesellschaftliche Integration, verbunden mit dem Appell „an die Verantwortlichen in Städten, Regionen, Staaten und internationalen Organisationen ebenso wie in Verbänden, Unternehmen und Initiativen, eigenverantwortlich Programme und Projekte für eine nachhaltige Stadtentwicklung unter Berücksichtigung der kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Dimensionen der Städte auf den Weg zu bringen“. Damit sind sicher noch nicht die konkreten Botschaften und Orte einer Berliner IBA benannt, wohl aber der zu berücksichtigende Rahmen. Wir vermissen aber bislang eine zielgerichtete öffentliche Debatte zur Auseinandersetzung um europäische und nationale Ziele der Stadtentwicklung für eine neue IBA.

These 4

Eine IBA bedarf konkreter Orte, deren Auswahl und Zusammenhang mit Blick auf die zentrale thematische Botschaft verständlich ist.
Eine IBA kann – wie frühere IBAs auch – den zukunftsorientierten Umbau nur exemplarisch anpacken. Projekte und Maßnahmen im Rahmen einer IBA können und dürfen in Zeiten knapper öffentlicher Budgets nicht „mit der Gießkanne“ über die Stadt verteilt werden. Deshalb muss es für die thematische Botschaft der IBA ein räumliches Gliederungskonzept geben. Dieses konkretisiert die Themenfelder der IBA und verankert sie im lokalen Kontext, gibt ihnen eine Berlin-Spezifik. Gefragt werden muss: In welchen Räumen konzentrieren sich besondere Herausforderungen und wichtige Projekte der Stadtplanung in den kommenden Jahren? Für welche Gebiete stehen bereits heute und in den nächsten Jahren Fördergelder des Landes, des Bundes und der EU bereit? In welchen Räumen ist eine ökonomische Dynamik zu beobachten, die zur Realisierung von IBA Projekten genutzt und die durch die IBA Organisation in Richtung einer qualitätvollen und nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung gesteuert werden kann? Wo gibt es bereits ein etabliertes Netz von zivilgesellschaftlichen Akteuren, die in Beteiligungsprozesse miteinbezogen werden können? Wir vermissen bislang eine zielgerichtete öffentliche Debatte zur räumlichen Verortung der IBA.

These 5

Eine IBA bedarf einer aktiven Vorbereitung, welche die Berliner Stadtgesellschaft einbindet. Das bisherige Verfahren war wenig transparent und inklusiv.
Bereits seit zwei Jahren gab es in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in der Zivilgesellschaft eine intensive Debatte über eine IBA Berlin 2020. Mehrere Konzepte wurden vorgelegt, allen voran das mit erheblichen Ressourcen geförderte Konzept „Hauptstadt – Raumstadt – Sofortstadt“ des von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eingesetzten „Prae-IBA-Teams“, dann das Konzept für eine IBA in Neukölln der Partei „die Grünen“ oder das Konzept „Radikal Radial“ von Bodenschatz, Machleidt & Partner und Think Berl!n. Bereits in dieser Zeit gab es seitens der Verwaltung kein Dialogangebot, der Dialog wurde in der Zivilgesellschaft geführt. Im Koalitionsvertrag vom 21.11.2011 hieß es zu einer neuen IBA: „Die ehemaligen Flughäfen Tempelhof und Tegel sind zentrale Elemente der Internationalen Bauausstellung (IBA) ‚Wissen, Wirtschaft, Wohnen’ im Jahr 2020.“ Diese zwar weite, aber durchaus neue Spielräume eröffnende Aussage wurde ohne öffentliche Diskussion seitens des neuen Senators Michael Müller auf das Thema „Wohnen“ reduziert. Am 7.11.2012 wird das Thema IBA in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt eingebracht, ohne es vorher in der politischen und fachlichen Öffentlichkeit vorgestellt zu haben. Eine IBA ist aber ein Thema von großer öffentlicher Bedeutung, eine IBA bedarf einer politischen, zivilgesellschaftlichen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Unterstützung. Nur auf diesem Wege kann auch der notwendige breite Rückenwind für eine IBA angefacht werden. Eine solche öffentliche, ergebnisoffene, transparente Debatte vermissen wir bislang.

These 6

Wir sind, das muss erwähnt werden, in der Frage nach einer neuen IBA auch „Partei“. Dennoch argumentieren wir hier nicht pro domo.
Unsere Initiative Think Berl!n plus hat in der Vergangenheit – auch in Kooperation mit dem ehemaligen Baustadtrat von Mitte und dem heutigen Staatssekretär, Ephraim Gothe – bereits mehrfach kritisch-konstruktive Debatten im Bereich der Stadtentwicklung zwischen Politik, Verwaltung und Wissenschaft angestoßen. Wir haben außerdem – zusammen mit dem Büro Machleidt & Partner – seit 2011 einen eigenen IBA-Vorschlag entwickelt: Radikal Radial. In einem weiteren Schritt haben zwei Mitglieder unserer Initiative Think Berl!n plus, Harald Bodenschatz und Cordelia Polinna, jeweils gegen Ende der Jahre 2010 und 2011 ein zweistufiges Gutachten im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erstellt, in dem wir zunächst untersucht haben, was von der IBA 1984/87 gelernt werden kann – vor allem in Hinblick auf eine IBA 2020. Diese Analyse hat uns zur Entwicklung von zehn „IBA-Tugenden“ geführt, mit denen wir das Konzept des Prae-IBA Teams/Senatsverwaltung für Stadtentwicklung „Hauptstadt – Raumstadt – Sofortstadt“ und den Denkanstoß „Radikal Radial!“ von Think Berl!n/Planungsbüro Gruppe DASS/Machleidt und Partner dann in einem zweiten Schritt abgeglichen haben. Im letzten Teil der Studie haben wir auf Basis der vorliegenden Konzepte erste Ideen für ein erweitertes IBA Konzept entwickelt, ausgerichtet auf die Themenfelder „Revitalisierung des schwierigen (städte-)baulichen Bestands des 20. Jahrhunderts“ und „neue Mobilität“. Beide Studien sind auf Webseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt verfügbar. Unsere Vorschläge sind sicher nicht die einzig möglichen. Dennoch wäre eine offene Auseinandersetzung über diese Vorschläge angemessen gewesen.

These 7

Berlin kann angesichts der bisherigen Verfahren noch nicht mit gutem Gewissen über eine IBA entscheiden.
Wir sehen vor dem Hintergrund der bisherigen Vorgehensweise bei der Konzeption der IBA hinsichtlich thematischer Botschaft, Verortung und Verfahren noch großen Diskussionsbedarf, um wirklich ein aussagekräftiges und tragfähiges Konzept für eine IBA 2020 zu entwickeln, das das Potenzial hat, Berlin zu einer international beachteten Modellstadt für nachhaltigen Städtebau werden zu lassen. Wenn es nicht gelingen sollte, ein überzeugendes Konzept zu entwickeln und dieses mit den notwendigen, wenngleich sicher bescheidenen Ressourcen zu untersetzen, sollte von einer IBA im Interesse der internationalen Strahlkraft Berlins Abschied genommen werden. Ob der Zielpunkt 2020 nach dem bisherigen Vorlauf realistisch ist, muss zumindest hinterfragt werden. Selbstverständlich sind wir weiter dazu bereit, uns an dieser Diskussion kritisch-konstruktiv zu beteiligen.

Think Berl!n plus
Cordelia Polinna
Jana Richter
Johanna Schlaack
Aljoscha Hofmann
Harald Bodenschatz

Berlin, den 04. November 2012

Aug 012012
 
© Think Berl!n

© Think Berl!n

01.08.2012 | Dokumentation des ersten Dialogs
Stadtentwicklung: Berlin sieht schwarz-rot

Dokumentation

Dokumentation der Beiträge von Think Berl!n plus (PDF, 8,99MB)
Mit den Beiträgen von: Harald Bodenschatz, Jana Richter, Johanna Schlaack und Cordelia Schlaack

Audiomitschnitte der restlichen Beiträge und der Diskussion:

Mrz 012012
 
Berliner Bundesallee. © Aljoscha Hofmann, 2011

Berliner Bundesallee. © Aljoscha Hofmann, 2011

Erster Artikel zu Radikal Radial auf Englisch

Das Thema Radikal Radial ist nicht nur ein Berliner Thema, sondern auch relevant für andere Städte in Deutschland und weltweit.
In der Publikation anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Studiengangs Urban Design an der TU Berlin ist nun erstmalig ein englischsprachiger Artikel zur Idee Radikal Radial erschienen.

Bettina Bauerfeind, Josefine Fokdal (Hg.)
Bridging Urbanities
Reflections on Urban Design in Shanghai and Berlin

Reihe: HABITAT – INTERNATIONAL: Schriften der Habitat Unit, Fakultät VI Planen Bauen Umwelt der TU Berlin Bd. 17, 2011, 160 S., 24.90 EUR, br.
ISBN 978-3-643-90131-6

Nov 012011
 
Ringen um die Mediaspree. © Aljoscha Hofmann

Ringen um die Mediaspree. © Aljoscha Hofmann

Die Krise der Repräsentation
Fallbeispiel Berlin – Mediaspree

In der Ausgabe Arch+ 204: Die Krise der Repräsentation geht es u.a. um die Frage der Beteiligung der Bürger an der Stadt. In diesem Zuge kommentiert ein Artikel von Aljoscha Hofmann die Entwicklung entlang der östlichen Stadtspree.

Zum Artikel bei Arch+

Hofmann, Aljoscha (2011): „Mediaspree versenken“ – Vom Protest zu einer neuen Stadtentwicklungspolitik. In: Nikolaus Kuhnert (Hg.): Krise der Repr#sentation. Aachen: Arch-+-Verl (Arch+, 46 i.e. 44.2011, H. 204), S. 146–149.

Sep 082011
 
Berlin hat mehr verdient!

Berlin hat mehr verdient!

08. September 2011
Publikation anlässlich der Strategietagung erschienen.

Kurz vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am 18. September 2011 ist unsere Publikation anlässlich der Strategietagung vom 06. Mai erschienen. Neben dem Städtebaulichen Memorandum umfasst die Publikation die überarbeiteten Redebeiträge, Kommentare und Pressebeiträge und gipfelt in der Vision für ein neues Stadtentwicklungsinstrument um die öffentliche Hand wieder handlungsfähig zu machen.

Broschüre herunterladen!

Okt 152010
 

Bodenschatz/Gräwe/Kegler/Nägelke/Sonne (Hg.): STADTVISIONEN 1910|2010. Berlin Paris London Chicago. 100 Jahre „Allgemeine Städtebau-Ausstellung“ in Berlin. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Architekturforum an der TU Berlin. DOM publishers. Berlin, 2010.

Zum Buch bei DOM publishers.

Vor 100 Jahren wurde in Berlin die Allgemeine Städtebau- Ausstellung einem breiten, staunenden Publikum vorgeführt – die bis dahin bedeutendste internationale Ausstellung zu diesem Thema, ein Meilenstein in der Geschichte des Städtebaus. Damals wie heute galten Berlin, Paris, London und Chicago als Stadtlabore, in denen Visionen und neue Wege des Städtebaus erprobt wurden. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt die Ausstellung Stadtvisionen 1910 | 2010, initiiert vom Architekturmuseum und Schinkel- Zentrum der TU Berlin, die deutsche Hauptstadt im Kontext anderer Großstädte als Kompetenzzentrum für Städtebau damals und heute. Im Katalog zur Ausstellung werden städtebauliche Schlüsselprojekte aus Berlin, Paris, London und Chicago um 1910 und um 2010 vor dem Hintergrund der jeweiligen Herausforderungen, aber auch städtebauliche Perspektiven für morgen präsentiert.

Quelle: DOM publishers